Logo selbst gemacht?
Programme um zu gestalten gibt es viele. Teilweise unentgeltlich zugänglich. Da ist der Gedanke bei der nahenden Selbstständigkeit, es selbst zu gestalten rasch herangewachsen. Ich betone zwar immer, dies zu unterlassen, da der Beruf des Gestalters seine Daseinsberechtigung hat, doch gehen wir einmal darauf ein. Nehmen wir also an, Sie, lieber Leser, sind daran interessiert, sich das Logo selbst zu gestalten. Dann bitte beachten sie diese 7 Punkte, die sie unbedingt beherzigen sollten. Der Orange Fox hilft Ihnen:
1. Das Logo ist das Gesicht
Es ist ein Märchen, das das Logo inhaltlich mit dem Produkt, was Sie verkaufen möchten übereinstimmen sollte. Das kann man machen. Baut man sich ein kleines Kuchenmanufaktörchen auf, liegt es nahe, einen Cake als Logo zu nutzen. Aber muß das sein? Betrachten wir uns die großen Logos dieser Welt. Eine bekannte Hamburgerkette zur Goldenen Möwe. Die große geschwungene Möwe ist tatsächlich ein M. Kein Hamburger. Und auch keine Möwe. Weit und breit nichts von alledem. Apple verkauft Ihnen Technologie. Keine Äpfel. Sony verkauft Ihnen unter anderem Fernseher. Doch im Logo ist nichts von einem Fernseher zu finden. Wenn Sie ihr Logo designen, seien Sie mutig. Werden Sie abstrakt. Zumindest was die Assoziation betrifft. Der Amerikaner sagt. Think outside of the box. Das Logo muß damit keine, dem Produkt eins zu eins übersetzte Art haben. Aber es muß einzigartig sein.
2. Halten Sie es flexibel
Ihr Logo sollte einzigartig und überall immerzu erkennbar sein. Wenn wir es schneiden, wenn es verdeckt wird, muß es erkennbar sein. Ist es zu weit weg, unscharf? Ist es druckbar? In Hauswandgröße? Kann es geplottert werden? Wenn es das alles übersteht, ist das Logo gut designed.
3. Skizzieren Sie 20 Ideen
Keine Angst. Einfach hinsetzen und machen. Was Ihnen in den Sinn kommt betreffend Ihres Unternehmens, Familie, Hobby und so fort. Verzetteln Sie sich nicht in Details. Nehmen Sie sich für eine Idee nur eine Minute. Simple Ideen. Simple Kritzeleien. Am Schluß werden es einige in die nähere Auswahl schaffen. Da haben Sie dann die Gelegenheit sich in vielen Stunden um die Details kümmern zu können. Versprochen.
4. Bleiben Sie geometrisch
Viele gute Logos basieren auf geometrischen Formen wie Kreisen, Dreiecken, Quadraten und Rechtecken. All das funktioniert sehr gut. Seien Sie kreativ. Wenn Sie kein Künstler sind, dann bleiben Sie simpel und einfach.
5. Starten Sie schwarz-weiß
Früher waren Drucke in Farbe etwas sehr Kostspieliges. In unserer heutigen Welt ist das meiste, was wir sehen auf dem Bildschirmen. Es ist nicht mehr nötig nur in schwarz und weiß zu gestalten. Doch wenn es funktionieren soll, sollten Sie genau so beginnen. Warum? Weil ein Logo auf ein Minimum an Informationen reduziert sein sollte. Nicht selten sind mir Logos untergekommen, die einem Wimmelbild glichen. Arbeiten Sie direkt mit Farbe können Sie zu leicht den Überblick verlieren. Arbeiten Sie hingegen direkt nur mit schwarz und weiß, gehen Sie nicht fehl, zu helle Partien zu gestalten. Partien, die sie später nicht mehr unterscheiden könnten. Reduzieren Sie also Ihre allererste Farbpalette. Ungeachtet, das es Situationen geben wird, wo Ihr Logo tatsächlich einmal nur in sw zu sehen wein wird.
6. Nutzen Sie den Weißraum
Viele Designs auch von Amateuren, sind gut und brauchbar. Versteckte Talente. Die wirklich guten haben eines gemeinsam. Sie nutzen den Weißraum. Auch der Fox hat keinen Hintergrund. Sie lassen dem Logo Luft zum atmen. Sie lassen Platz, das das Logo alleine stehen und für sich und Ihr Unternehmen wirken kann. Dazu bedarf es eines Schutzraums.
7. Testen Sie
Zeigen Sie Ihr Logo Freunden, Bekannten, der Familie und lassen sie es wirken. Gehen sie drei Tage später noch einmal zu Ihnen und bitten Sie das Logo zu zeichnen. Benötigen sie weniger als eine Minute, dann haben sie ein gutes Logo, an das sich alle leicht erinnern können. Ist das Resultat eine Wiederholung Ihrer Idee? Perfekt. Wenn nicht, sollten Sie noch einmal daran arbeiten. Abschließend noch ein Extrapunkt
8. Keine Angst vor Veränderung
Grundsätzlich heißt es, das ein Logo unverändert bleiben sollte. Veränderungen können Kunden irritieren, Sie erkennen die Marke nicht mehr. Modernisierungen sind erlaubt – müssen aber behutsam vorgenommen werden. Am Anfang jedoch, wo sie noch nicht so bekannt sind, können sie einen radikalen Schritt durchaus wagen. So ging es auch dem Schriftzug vom Fox. Ich mochte die erste Variante sehr. Doch war Sie bei zu großer Entfernung schlecht lesbar. Denken Sie an amazon oder Apple Auch die großen Unternehmen haben Ihr Logo schon geändert. Eine Änderung entsteht, weil etwas nicht so funktionierte, wie es sollte. Ein neues Logo solle also ein schlechtes ersetzen. Ein schlechtes, an da sich wohl kaum jemand erinnern wird. Das ist der Grund keine Angst haben zu müssen. Wenn Sie, lieber Leser, also wirklich Ihr Logo selbst designen möchten, dann bitte keine Dutzendware aus den Internetbaukästen. Seien sie kreativ. Verzichten sie dabei auf Farbverläufe, die in einer schwarz-weiß-Annonce nicht wiedergegeben werden können und die beim Farbdruck zu hohe Kosten verursachen würde. Und verzichten sie auf die neumodischen 3D-Gold-und-silber-Effekte-um-die-Achse-rotierenden-Supermann-Strahlen-aus-Indien. Das mag der dortige Geschmack sein. Dies wird sich hier aber ebenso wenig durchsetzen, wie die Power Point-3D-Schriftarten in den 90ern. Noch mal: Das Logo ist nicht nur eine Spielerei um Ihr Geschäft zu visualisieren. Es hat eine große Aussage über Qualität und Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit, und all die anderen hehren Attribute. Es vermittelt seine Wirkung nach außen aber auch nach Innen. Auch Ihre Mitarbeiter sollen stolz auf Ihr Unternehmen sein und gerne dort arbeiten. Nur glückliche Mitarbeiter verhelfen Ihnen um Erfolg. Und nur Kunden, die Ihrer Marke vertrauen schenken, angespornt durch das Branding, kaufen auch morgen noch bei Ihnen ein.